MomotomboInhalt: Was läuft da überhaupt? Wohin laufen sie denn? Wie läuft das mit dem Geld? Wer ist die Gemeinde San Francisco Libre? Wofür wird das Spendengeld verwendet? Projekte zur Verbesserung der schulischen Bildung Bildungsprojekte außerhalb der Schulen Projekte zur Verbesserung der Lebenssituation der Jugendlichen Der Hurrikan 'Mitch' hat viel zerstört Verwendung der Spendengelder Schülerinnen und Schüler aus Rastede laufen am Freitag, dem 8. Oktober 1999, im Schlosspark für einen guten Zweck. Sie können einen Rundweg von 2 km Länge einmal oder mehrfach durchlaufen. Vorher suchen sich die Läufer Sponsoren, die ihnen für jeden Kilometer einen verabredeten Betrag zahlen. Ziel ist es, die Strecke zum Momotombo gemeinsam zu erlaufen. Der Momotombo ist ein Vulkan in Nicaragua. Er liegt am Ufer des Managua- Sees. Nicht weit entfernt erstreckt sich entlang des Seeufers die Gemeinde San Francisco Libre, in deren Hauptort sich die nicaraguanische Partnerschule der KGS Rastede befindet. Jeder Läufer bekommt einen Laufzettel, auf dem die zurückgelegte Strecke durch Stempel bestätigt wird. Anhand dieses Zettels können die Sponsoren sehen, welchen Spendenbetrag sie zahlen müssen. Das Geld wird von den KlassenlehrerInnen eingesammelt. Größere Spenden können auch unter dem Stichwort "Momotombo" auf das Konto Nr. der LzO (Zweigstelle Rastede) (BLZ 280 501 00) überwiesen werden. Auf Wunsch wird eine steuerabzugsfähige Spendenbescheinigung ausgestellt. Die erlaufenen Gelder werden vollständig für die oben genannten Zwecke verwendet. San Francisco Libre (SFL) erstreckt sich vom flachen Ufer des Sees Xolotlan bis hinauf in die Berge auf einer Fläche von 752 qkm, was etwa der Fläche des Ammerlands entspricht. Die Gemeinde ist verkehrstechnisch schlecht erschlossen: es gibt nur Schotterstraßen und Feldwege. Wegen des heißen und trockenen Klimas ist nur eine eingeschränkte landwirtschaftliche Produktion möglich. Die Mehrheit der Kleinbauern betreibt eine magere Subsistenzwirtschaft, die für das Überleben der Familien nicht ausreicht. Die schwierige ökonomische Lage zwingt die meisten Menschen in SFL zu einem ökologisch katastrophalen Handeln: sie schlagen Brennholz, das sie zu einem niedrigen Preis an Aufkäufer aus der Hauptstadt Managua verkaufen. Durch die massive Abholzung verwandeln die Menschen allmählich ihre Gemeinde in eine Wüste und zerstören so langfristig die Grundlage für die Landwirtschaft. Sie finden aber zur Zeit keine andere Überlebensmöglichkeit in SFL. Für die Zukunft müssen alternative Einkommensquellen erschlossen werden. Dafür ist eine bessere Bildung eine wichtige Voraussetzung. Wofür wird das Spendengeld verwendet? In den Jahren 1994 und 1995 führte die KGS Rastede als Benefizveranstaltung für die Kinder und Heranwachsenden in San Francisco Libre, Nicaragua den Lauf zum Momotombo durch. Mit den Spendengeldern konnten eine Reihe von Projekten verwirklicht werden, um die Situation der Jugendlichen in der Partnergemeinde zu verändern. Mit unseren Projekten verfolgen wir die folgenden grundlegenden Ziele:
Mit Unterstützung des Nicaragua - Vereins Oldenburg wurden in den letzten Jahren mit den Spendengeldern aus Rastede mehrere Schulgebäude in der Gemeinde erweitert und repariert. Bei einigen Schulen wurde das Schulgelände umzäunt, um Schulgärten anzulegen. Dafür wurden auch Gartengeräte, Schubkarren, Saatgut und einige Wasserpumpen bereitgestellt. Es wurden für alle Schulen und Vorschulen Büchereien eingerichtet, didaktisches Material gekauft und Schulmobiliar erneuert. Einige Schüler in der Gemeinde erhalten Stipendien, um die Sekundarstufe im Hauptort besuchen zu können. Für Schüler aus den weiter entfernten Dörfern wurde ein Mini-Internat errichtet. Es wurden von uns mehrere Exkursionen für verschiedene Jahrgänge der Sekundarstufe finanziert. Viele der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler haben dadurch zum ersten mal in ihrem Leben die Gemeinde verlassen können, um interessante Sehenswürdigkeiten ihrer Heimat kennenzulernen. In der Gemeinde gibt keine Möglichkeiten zu einer institutionalisierten Berufsausbildung. Wir versuchen deshalb durch eine Reihe von Kursen, die außerhalb der Schule angeboten werden, handwerkliche Fähigkeiten und kunsthandwerkliche Traditionen, die in der Gemeinde noch vorhanden sind, zu erhalten oder wiederzubeleben, indem sie an Jugendliche weitergegeben werden. Zusätzlich versuchen wir innovative handwerkliche Techniken zu vermitteln, die auf der Grundlage einer angepassten Technologie beruhen. Diese Kurse werden mit den Spendengeldern der KGS Rastede finanziert, sowohl materiell als personell: ein Backkurs, ein Keramikkurs, Schreibmaschinenkurse, Musikunterricht, Nähkurse, Ausbildung in einer Mechanikwerkstatt, Herstellung von Silos, Dachziegeln, Zementblöcken etc. Die meisten Jugendlichen in San Francisco Libre sind sich der drohenden Umweltkatastrophe bewusst, die ihrer Gemeinde durch die enorme Abholzung von Brennholz droht. Sie wissen, dass dadurch die Flüsse austrocknen, der Boden erodiert und das Klima immer heißer und trockener wird. Viele Jugendliche sind grundsätzlich bereit, sich für den Erhalt einer intakten Umwelt einzusetzen. Deshalb haben wir in den letzten Jahren mit Jugendlichen in verschiedenen Dörfern der Gemeinde kleine Baumschulen angelegt, etliche Hektar für die Wiederaufforstung eingezäunt und Pflanzaktionen durchgeführt. 1998 wurde mit dem Aufbau eines Umweltzentrums im Hauptort der Gemeinde begonnen. Daran haben in den Sommerferien auch 5 Schülerinnen der KGS Rastede zusammen mit anderen deutschen und nicaraguanischen Jugendlichen mitgearbeitet. Der Hurrikan 'Mitch' hat viel zerstört Im Herbst 1998 tobte der Hurrikan 'Mitch' über Nicaragua und richtete auch in SFL großen Schaden an. Durch den Anstieg des Wassers im Managua See wurden einige Dörfer der Gemeinde völlig überschwemmt. Einige tausend Menschen wurden obdachlos. Durch die großzügigen Spenden auch aus Rastede konnte die erste Not gelindert werden. Aber für den langfristigen Wiederaufbau ist noch viel Geld und Arbeit nötig. Besonders die Jugendlichen in SFL setzen sich für den Aufbau ihrer Gemeinde ein. Verwendung der Spendengelder
Aufgrund der herausragenden Laufleistungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an unserem "Lauf zum Momotombo" im Oktober 1999 und dank Ihrer finanziellen Unterstützung des Vorhabens wurde ein großartiges Ergebnis erzielt, das uns in seiner Höhe sehr überrascht hat. Nach über 14.000 gelaufenen Kilometern und dem Eingang der entsprechenden Zahlungen der Sponsoren und einer großen Anzahl zusätzlicher Spenden stehen für unser Hilfsprojekt für die durch den Hurrikan "Mitch" verwüstete Region im Landkreis San Francisco Libre in Nicaragua 65.400,00 DM zur Verfügung. Die NWZ hat darüber sehr allgemein berichtet. Ich möchte Ihnen aber gern über die Verwendung der Finanzmittel ausführlichere Informationen geben: Nach Beratungen mit dem Nicaragua-Verein in Oldenburg, der Projekte vor Ort initiiert und betreut und in dem auch Lehrkräfte unserer Schule mitwirken, haben wir dem Verein zunächst DM 30.000,00 zur Verfügung gestellt. Von diesem Betrag dienen DM 24.500,00 der Finanzierung des Eigenanteils an einem Häuserbauprojekt im Landkreis San Francisco Libre. Dieses Projekt mit einem Gesamtvolumen von 97.000 DM wird vom Bundesministerium für Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert und soll bis Ende Februar2000 abgeschlossen sein. Das Ziel des Projekts ist der Wiederaufbau von 20 Häusern in der Gemeinde Laurel Galan, die wegen ihrer Lage direkt am Fluss im Herbst 1998 vom Hurrikan Mitch völlig zerstört wurden. Der Wiederaufbau soll an einer höheren und damit sichereren Stelle erfolgen. Bei der Gestaltung der neuen Ansiedlung sollte eine Reihenhauslösung vermieden und stattdessen eine den kulturellen Traditionen des Landes und den Interessen und Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner angepasste Lösung gefunden werden. In Gesprächen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern und unter Hinzuziehung von einheimischem Fachpersonal wurden daher Pläne für die einzelnen Häuser entwickelt, deren Bau inzwischen begonnen hat. Unsere aktuellen Bilder, die in den letzten Tagen entstanden sind, geben Ihnen einen Eindruck von den Bauten und dokumentieren zugleich deren Baufortschritt. Die Häuser werden auf Grundstücken von ca. 25 m x 45 m gebaut.
Die Lebensgewohnheiten der Menschen auf dem Land in Nicaragua bedingen einen Hof, auf dem Kleintierhaltung, Gartenbau und Wiederaufforstung (insbesondere mit Obstbäumen) stattfinden kann. Dieser Hof muss eingezäunt und mit Zäunen unterteilt werden. Darüber hinaus werden Latrinen in ausreichender Zahl gebaut. Hierbei handelt es sich um Dünger-Latrinen; die menschlichen Exkremente werden hier gesammelt und zu hochwertigem Dünger verarbeitet. Aus Mitteln unseres Projekts wurden die notwendigen Materialien (so weit wie möglich im Landkreis selbst) gekauft und nach Laurel Galán transportiert. Der Bau selbst wird unter Anleitung von einheimischem Fachpersonal von den künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern selbst geleistet. Bestimmte Arbeiten müssen allerdings von Fachkräften durchgeführt werden. Jede Familie erhält darüber hinaus einen Grundstock an Möbeln, wie Stühle, Hocker, Tische und Bänke. Im Zusammenhang mit unserem Hilfsprojekt werden Initiativgruppen für kleine Kooperativen zur Produktion von Ziegeln, Dachziegeln und Zementblöcken sowie zur Ausführung von Holzarbeiten (Fenster, Türen, Mobiliar) gefördert. Solche Kooperativen haben eine Perspektive, über das Ende der Projektlaufzeit hinaus zu bestehen. Sie nützen gleichzeitig der Ausbildung der Jugendlichen, die gegenwärtig kaum Möglichkeiten haben, einen Beruf zu erlernen. Mit den verbleibenden DM 5.500,00 wird der Nicaragua-Verein in die Lage versetzt, die Entwicklung dieser Kleinbetriebe auch nach dem Ende der Projektlaufzeit zu fördern. Darüber hinaus sollen Stipendien für Kinder und Jugendliche finanziert werden, die ohne eine solche Förderung nicht am Schulunterricht teilnehmen könnten. Die zur Zeit noch nicht zur Verteilung gelangte Summe von ca. DM 35.000,00 wird nach sorgfältiger Beratung in vergleichbare Projekte derselben Region fließen. Zur Zeit haben wir diese Summe zinsbringend angelegt. Wir sind sehr glücklich darüber, dass ein Lehrer unserer Schule sich im Laufe des Jahres von den Auswirkungen unserer Hilfsmaßnahmen in Nicaragua persönlich überzeugen wird. Er wird uns seine Eindrücke schildern. Ich möchte Ihnen noch einmal für die Unterstützung unseres Hilfsprojektes danken und hoffe sehr, dass Sie wie wir der Überzeugung sind, einen wichtigen Beitrag zur Existenzsicherung der in Not geratenen Menschen in Nicaragua geleistet zu haben. Mit herzlichem Dank Ihr Hans-Günter Speetzen Schulleiter |
AktuellesAnmeldung Klasse 5Die online-Anmeldung findet im Zeitraum vom 22.05. (Mi) - 28.05.2013 (Di) statt. Wie funktioniert die Online-Anmeldung? Hier eine kleine Zusammenfassung (1,2MB). Termine und weitere Informationen für die Anmeldungen für den 5. Jahrgang im Schuljahr 2013-2014 finden Sie hier NachhilfeportalAuf der Seite nachhilfe-kgs.de wurde ein Nachhilfeportal für die Schülerinnen und Schüler unserer Schule eingerichtet. Dort kann man Nachhilfe anbieten oder Nachhilfe suchen. Der Zugang erfolgt über die bekannten Zugangsdaten. ![]() SpendenWetterstation der Schule
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