Gesamtdokumentation: 1,5 Jahre „#Europe X-Change“ und Nachhaltigkeit an der KGS Rastede Projekttitel:
„Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit: Evaluation des Ist-Zustandes sowie zukünftige Überlegungen unserer Schule im englischsprachigen Austausch mit anderen europäischen Schulen und deren Ideen – was können gemeinsame zukünftige Projektideen sein und welche Nachhaltigkeitskompetenzen können Schülerinnen und Schüler initiieren und entwickeln?“
Projektzeitraum: Januar 2025 – August 2026
Beteiligte Partnerschulen: KGS Rastede (BRD), Baltorpskolen (Ballerup, Dänemark) & Gobetti de Libero Schule (Fondi, Italien)
50 Jahre KGS Rastede - Die Festschrift kommt heraus! Holt sie euch!
Feierliche Übergabe der Erasmus Zertifikate im Europass - Portfolio
Kapitel 1: Projektwoche Juni 2025 – „Wofür brennst du?“
Unsere Schule brennt für die Zukunft! Ende Juni 2025 verwandelte sich unser Schulgelände in ein lebendiges Zukunftslabor für Nachhaltigkeit. Die Projektwoche „Wofür brennst du?“ war der absolute Höhepunkt einer intensiven, halbjährigen Planungsphase. Das Besondere daran: Hier haben Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und externe Experten in verschiedenen Gremien von der ersten Minute an Hand in Hand gearbeitet.
Ein halbes Jahr Teamarbeit im Hintergrund
Hinter einer so erfolgreichen Woche steckt jede Menge Organisationsarbeit. Bereits ab Januar 2025 rauchten in den Vorbereitungsgremien die Köpfe. Eltern brachten Logistik-Ideen ein, Lehrkräfte koordinierten die Fachbereiche, externe Partner stellten Kontakte her und unsere Schülerinnen und Schüler gestalteten das Programm aktiv mit. Dieses partizipative Konzept hat gezeigt: Wenn die gesamte Schulgemeinschaft an einem Strang zieht, entsteht etwas Großartiges.
Nachhaltigkeit, die man schmecken kann: Die Highlights der Projektwoche
Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Juni 2025 lag ganz auf dem praktischen Umweltschutz, sozialer Verantwortung und dem bewussten Erleben unserer Region:
· Soziales Engagement bei der Tafel: An einigen Projekttagen besuchte die Arbeitsgruppe die Tafel in Rastede, um die dortige ehrenamtliche Arbeit aktiv zu unterstützen. Die Jugendlichen halfen beim Sortieren von gespendeten Lebensmitteln und Kleidung. Besonders beeindruckend war der direkte Beitrag zur Lebensmittelrettung: Durch die Verteilung konnte an nur zwei Tagen insgesamt 2.000 Menschen geholfen werden.
· Naturheilkunde & Biodiversität: Bei der Besichtigung eines Heilpflanzengartens in Rastede und in Fachgesprächen mit Umweltpädagoginnen über lokale Pflanzen wurde biologisches Wissen lebendig. Die Gruppe stellte eigene Tees und Limonaden her.
· Kreative Wildkräuterküche: In den Schulküchen wurde experimentiert! Auf den Tellern landeten selbst ausprobierte Rezepte mit Löwenzahn, Giersch und Holunderblüten. Auch der schuleigene Honig unserer Schulimkerei „Die Bienenfairsteher“ kam zum Einsatz.
· Das Erasmus-Kochbuch: Alle gesammelten Rezepte und Erkenntnisse wurden in einem liebevoll gestalteten, nachhaltigen Kochbuch gebündelt.
Das große Finale: Rastede zu Gast am Tag der offenen Tür
Den krönenden Abschluss bildete der „Tag der offenen Tür“, an dem wir die Tore für ganz Rastede öffneten. Die Resonanz war überwältigend! Stolz präsentierte die AG ihre Ergebnisse. Die Besucherinnen und Besucher durften die selbst produzierten, nachhaltigen Lebensmittel direkt vor Ort verkosten und sich von den Ideen der Jugendlichen inspirieren lassen.
Erasmus+ Berichtskriterium: Partizipation & Dissemination
Die Projektwoche bindet alle Statusgruppen (Schüler, Eltern, Externe) partizipativ ein. Die Durchführung des öffentlichen „Tags der offenen Tür“ sichert eine breite Dissemination (Verbreitung) der Nachhaltigkeitsthemen in der gesamten Region Rastede.
Kapitel 2: Weichenstellung im Norden – Vorbereitungsbesuch in Dänemark (Juni 2025)
Mitte Juni 2025 reiste das Leitungsteam unserer AG „#Europe X-Change“, Frau Bünnemeyer und Herr Pätzold, nach Dänemark, um an unserer Partnerschule, der Baltorpskolen in Ballerup, die nächsten Meilensteine unseres Projekts festzulegen.
Der Vorbereitungsbesuch (Preparatory Visit) diente der exakten Planung der kommenden Schülerinnen- und Schüler-Gruppenmobilitäten. Vor Ort in Ballerup kamen die AG-Leitungen zu intensiven Arbeitsgesprächen mit den dänischen Kolleginnen und Kollegen Christian McKay (Leiter Fremdsprachen), Andreas Arnold (Deutschlehrer) sowie der dänischen Schulleiterin Kirsten Weiland zusammen.
Zwei internationale Themenwochen vereinbart
Als direktes Ergebnis des Vorbereitungsbesuchs wurden zwei gemeinsame Themenwochen für die Mobilitäten im November 2025 (in Ballerup) und April 2026 (in Rastede) fest terminiert und inhaltlich skizziert. Ein zentraler Schwerpunkt der Arbeitstreffen lag auf der Konzeption eines großen, schulweiten BNE-Tags (Bildung für nachhaltige Entwicklung), um alle nachhaltigen Akteure an beiden Schulen sichtbar zu machen und zu vernetzen.
Erasmus+ Berichtskriterium: Preparatory Visits
Der Vorbereitungsbesuch nach Dänemark gewährleistet die pädagogische und organisatorische Qualitätssicherung der nachfolgenden Gruppenmobilitäten. Durch die direkte Einbindung der dänischen Schulleitung wurde das Projekt institutionell abgesichert.
Kapitel 3: Der Neustart der AG und der World Cleanup Day (August/September 2025)
Im August 2025 startete die „#Europe X-Change AG“ der KGS Rastede hochmotiviert in die nächste Projektphase. Um die anstehenden internationalen Mobilitäten erfolgreich zu gestalten, wurde ein strukturierter und transparenter Auswahlprozess für die Schülerinnen und Schüler etabliert.
Die AG setzte sich in diesem Schuljahr aus einer dynamischen Mischung zusammen: Erfahrene AG-Mitglieder arbeiteten Hand in Hand mit neu aufgenommenen Jugendlichen der Jahrgangsstufen 8 bis 11 zusammen. Dieser fließende Übergang sicherte den Wissenstransfer (Peer-Learning) innerhalb der Schülerschaft.
Qualität und Transparenz: Der Erasmus+ Bewerbungsprozess
Alle interessierten Schülerinnen und Schüler durchliefen im Vorfeld ein offizielles Bewerbungsverfahren. Die Kernstücke dieser Bewerbung waren ein persönlicher Steckbrief, ein Motivationsschreiben für die Reisen nach Dänemark oder Italien sowie erste eigene Projektideen zur Nachhaltigkeit. Dieser Prozess stellte sicher, dass die Auswahl auf objektiven, fairen Kriterien basierte. Auf Inklusion und Teilhabe aller SuS wird besonderer Wert gelegt.
Großaktion in Rastede: Der World Cleanup Day im September 2025
Nachhaltigkeit ist an der KGS Rastede gelebter Alltag. Ein starkes Zeichen setzte die Schulgemeinschaft im September 2025 mit der Teilnahme am weltweiten World Cleanup Day. Ausgerüstet mit Müllsäcken und Greifzangen schwärmten die Klassen im gesamten Ortsgebiet von Rastede aus:
· Säuberung öffentlicher Räume: Befreiung von Straßen und Parks von achtlos weggeworfenem Abfall (Littering).
· Sensibilisierung: Direktes Erleben, wie massiv Plastikmüll und Zigarettenkippen die lokale Tierwelt belasten.
· Wertstofftrennung: Der gesammelte Unrat wurde von den Jugendlichen direkt vor Ort fachgerecht getrennt, um das Bewusstsein für die Kreislaufwirtschaft zu schärfen.
Erasmus+ Berichtskriterium: Fair Selection & Green Erasmus
Das transparente Auswahlverfahren über Steckbriefe erfüllt die Erasmus-Qualitätsstandards für eine gerechte Teilnehmendenauswahl. Die schülergesteuerte Organisation des World Cleanup Days fördert das zivilgesellschaftliche Verantwortungsbewusstsein (Active Citizenship) im lokalen Raum.
Kapitel 4: Professionelle Impulse durch Lehrerfortbildung (Herbst 2025)
Um die Jugendlichen bestmöglich zu begleiten, bildet sich auch das Lehrpersonal kontinuierlich weiter. Im Herbst 2025 nahmen Frau Bünnemeyer und Herr Pätzold erfolgreich an der spezialisierten Online-Fortbildung „Na Klima!“ teil.
Die Fortbildung konzentrierte sich auf praxisnahe Methoden, um komplexe Themen wie den Klimawandel, klimaschädliche Faktoren und die globale Klimaentwicklung für Schülergruppen verständlich und gestaltbar zu machen.
Praxiswerkzeuge: Footprint und Handprint
Im Zentrum der Qualifizierung stand das Kennenlernen konkreter Werkzeuge für die Schule:
· CO₂-Fußabdruck (Carbon Footprint): Methoden, mit denen Schüler den CO₂-Ausstoß der Schule präzise berechnen und auswerten können.
· Footprint-Challenges: Motivierende Wettbewerbe für Klassen, um im Alltag aktiv Ressourcen (Energie, Wasser) einzusparen.
· Handprint-Challenges: Während der Footprint den Schaden misst, konzentriert sich der Handprint (ökologischer Handabdruck) auf das positive Handeln. Die Jugendlichen lernen, wie sie durch eigene nachhaltige Projekte bleibende Strukturen (z. B. Mülltrennsysteme, Hochbeete) schaffen können.
Erasmus+ Berichtskriterium: Capacity Building & Staff Development
Die Teilnahme der AG-Leitungen an der „NaBi Klima“-Fortbildung belegt den gezielten Kompetenzaufbau des Personals. Das erworbene Wissen zu Footprint und Handprint dient als methodisches Fundament für die anschließenden Schülerworkshops.
Kapitel 5: Schülerbegegnung in Ballerup, Dänemark (November 2025)
Vom 09. bis 15. November 2025 reiste die Rasteder Schülergruppe nach Ballerup, Dänemark. Die einwöchige Mobilität an der Baltorpskolen stand ganz im Zeichen des interkulturellen Austauschs und der gemeinsamen Erarbeitung von BNE-Projekten.
Der chronologische Ablauf:
· Sonntag (Anreise): Ganz im Sinne von „Green Travel“ reiste die Gruppe umweltschonend mit dem Fernbus (Flixbus) von Rastede/Oldenburg über Kopenhagen nach Ballerup. Dort wurden sie herzlich von ihren Gastfamilien aufgenommen.
· Montag (Schulauftakt & Rathaus): Nach der Begrüßung durch die dänische Schulleitung genoss die Gruppe ein komplett vegan-vegetarisches Frühstück, das in der Schule selbst hergestellt worden war – ein tolles Konzept für die gesunde Schulverpflegung! Nach Icebreaker-Spielen und einer Schulrallye folgte ein Empfang im Rathaus von Ballerup. Im Dialog mit dem Bürgermeister diskutierten die Jugendlichen über nachhaltige Stadtentwicklung im Vergleich zu Rastede.
· Dienstag (Kultur & Klimaküche): Die Schüler hielten eine trilinguale Präsentation (Deutsch/Dänisch/Englisch) über Grönland und schnitzten traditionelle Tupilak-Figuren aus Seife. Nachmittags kauften die internationalen Teams vegetarisch-vegan ein und kochten gemeinsam regionale dänische Speisen.
· Mittwoch (Architektur & Untergrund): Exkursion nach Kopenhagen mit Besichtigung des Carlsberg-Areals, historischer Gebäude und des Schlosses Amalienborg. Ein Highlight war der Besuch der Zisternen (unterirdisches Kunstmuseum), bei dem die historische Wasserspeicherung thematisiert wurde. Der Tag endete mit einer Breakout/Escape-Room-Challenge zum Thema Nachhaltigkeit.
· Donnerstag (Küstenschutz in Schweden): Ganztägige Exkursion der deutsch-dänischen SchülerInnengruppe. Mit einer zu 100 % elektrischen Fähre setzte die Gruppe von Helsingør nach Helsingborg (Schweden) über. Bei einer Naturwanderung wurde intensiv über den europäischen Küstenschutz und den Erhalt der Biodiversität gesprochen.
· Freitag (Kreislaufwirtschaft & Abschied): Die deutsch-dänische Gruppe bestieg in Kopenhagen das Dach der hochmodernen Müllverbrennungsanlage CopenHill und diskutierte über moderne Kreislaufwirtschaft sowie urbane Stadtentwicklung. Mit dem „ferrybus“ wurde Kopenhagen besichtigt. Der Abend endete im Bowlingcenter Ballerup mit einer großen Talentshow, bei der alle Jugendlichen ihre individuellen Stärken präsentierten. Am Samstag ging es per Flixbus zurück ins Ammerland.
· An jedem Tag wurden kreative Tagesberichte von den SuS geschrieben und diese auf dem schuleigenen Iserv-Feed und der Iserv-Plattform für die an Schule Beteiligte veröffentlicht.
Erasmus+ Berichtskriterium: Green Travel & Blended Mobility
Die Mobilität implementiert die Erasmus-Prioritäten durch die CO₂-arme Anreise per Fernbus und die Nutzung einer Elektro-Fähre. Das rein vegetarisch-vegane Verpflegungskonzept schärfte das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum.
Kapitel 6: Digitale Brücken im Winter (Dezember 2025)
Die Adventszeit bot die perfekte Gelegenheit, die neugewonnenen Freundschaften zu pflegen. Im Dezember 2025 veranstaltete die „#Europe X-Change AG“ eine feierliche, digitale Weihnachtsfeier über die IServ-Schulwebsite und das eTwinning-Portal sowie ein Weihnachtsbacken in der Schulküche.
In einer großen trinationalen Videokonferenz schalteten sich die Schülerinnen und Schüler aus Rastede zeitgleich mit der Baltorpskolen (Dänemark) und der Gobetti de Libero Schule (Italien) zusammen. Im Mittelpunkt stand der interkulturelle Vergleich von Weihnachtstraditionen sowie Diskussionen über nachhaltigen Konsum zum Fest (plastikfreie Verpackungen, regionale Menüs).
Erasmus+ Berichtskriterium: Blended Mobility & Inklusion
Die trinationale digitale Brücke sichert die Kontinuität des Projekts zwischen den physischen Reisen. Zudem ermöglicht das virtuelle Format eine inklusive Teilnahme von Schülerinnen und Schülern, die nicht an den Auslandsreisen teilnehmen konnten.
Kapitel 7: Weichenstellung im Süden – Vorbereitungsbesuch in Italien (Anfang 2026)
Zu Beginn des Jahres 2026 reisten Frau Bünnemeyer und Herr Pätzold zu einem dreitägigen Vorbereitungsbesuch an die Partnerschule „Gobetti de Libero“ nach Fondi, Italien.
Das vieriköpfige Projektteam unserer beiden Schulen nutzte die Arbeitstage, um das Programm für die anstehenden Schülerbegegnungen im April 2026 abzustimmen. Es wurden Konzepte erarbeitet, wie etablierte Schulprojekte (z. B. unsere Imkerei) mit italienischen Partnern verglichen werden können. Zudem wurde eine Exkursion zum Thema Zivilschutz, Erste Hilfe und Hilfe bei Erdbeben in einer italienischen Großstadt konzipiert, um den Nachhaltigkeitsbegriff um die soziale Komponente zu erweitern.
Kapitel 8: Der erste schulweite BNE-Tag an der KGS Rastede (März 2026)
Im März 2026 erreichte das Projekt seinen schulinternen Höhepunkt: die erstmalige Durchführung des fächer- und jahrgangsübergreifenden BNE-Tags. Unter dem Leitgedanken unseres Projektantrags kamen alle Akteure zusammen, um den Ist-Stand unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten zu evaluieren.
Der BNE-Tag funktionierte als lebendiger Marktplatz der Partizipation:
· Schülerfirmen & AGs: Unsere Schulimkerei „Die Bienenfairsteher“ demonstrierte gemeinsam mit Schülerfirmen, wie ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit zusammenpassen (Verkauf von Honig, Kerzen, Upcycling-Produkten).
· Schülerinitiativen: Jugendliche präsentierten eigenständige Projekte zur Müllvermeidung, die sie aus den Impulsen der Dänemark-Fahrt entwickelt hatten.
· Eltern & Externe: Engagierte Eltern unterstützten die Logistik, während externe Fachleute aus Umweltzentren Vorträge über die Green Economy hielten.
· Die Europa-AG: Nutzen den Tag, um der Schulöffentlichkeit die im Austausch mit Dänemark und Italien entwickelten Projektideen vorzustellen.
Erasmus+ Berichtskriterium: Whole School Approach & Impact
Der BNE-Tag etabliert einen ganzheitlichen Schulansatz, indem er Schulleitung, Lehrkräfte, Schüler, Eltern und externe Akteure systematisch vernetzt. Er dient als direkte Evaluationsgrundlage des Ist-Zustandes der Schule.
Folgende Fotos sind urheberretlich geschützt von Thorge Eggert
Kapitel 9: Gelebte Nachhaltigkeit und europäische Freundschaft: Die Rückbegegnung mit unseren dänischen Freunden in Rastede im April 2026
Nach der erfolgreichen Mobilität im Winter ging das Erasmus+-Projekt in die nächste Phase: Vom 12. bis 18. April 2026 hieß die KGS Rastede die Schülergruppe der dänischen Baltorpskolen aus Ballerup zum Gegenbesuch willkommen. Das Treffen markierte den Höhepunkt einer intensiven, digitalen Vorbereitungsphase.
1. Digitale Brücken im Winter & Herzlicher Empfang (12. April)
Die Zeit zwischen Ende November 2025 und Anfang April 2026 wurde intensiv genutzt, um die gemeinsame Projektarbeit online fortzuführen. Über die schuleigene IServ-Plattform sowie das europäische eTwinning-Portal fanden regelmäßige Videokonferenzen statt, in denen die Jugendlichen die anstehenden Workshops inhaltlich vorbereiteten.
Am Nachmittag des 12. April 2026 erreichten die dänischen Gäste nach ihrer Fahrt mit dem Fernbus (Flixbus) den Hauptbahnhof Oldenburg. Unsere Erasmus+-AG bereitete ihnen einen überwältigenden Empfang: Mit selbst gebastelten Plakaten und geschwenkten Flaggen wurden die Partner herzerwärmend begrüßt und anschließend in ihre Gastfamilien entlassen.
2. Politischer Dialog und schuleigene Ressourcen (Montag, 13. April)
Der offizielle Auftakt fand in der Cafeteria der KGS Rastede statt. Die Schulleiterin, Frau Claudia Berger, hieß die internationale Gruppe gemeinsam mit dem Kollegium herzlich willkommen. Freiwillige Helferinnen und Helfer hatten dazu ein rein biologisches, regional produziertes Frühstück vorbereitet.
· Gemeindepolitik im Fokus: Im Anschluss kam die Gruppe im Rathaus mit dem Rasteder Bürgermeister, Herrn Lutz Krause, zu einem Fachgespräch zusammen. Gemeinsam diskutierten die Jugendlichen über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Nachhaltigkeits- und Infrastrukturkonzepte zwischen Ballerup und Rastede.
· Teambuilding im Palaisgarten: Der Nachmittag stand im Zeichen des Kennenlernens. Bei sonnigem Frühlingswetter boten spielerische Icebreaker-Übungen im Palaisgarten den perfekten Rahmen für tiefere Gespräche.
· Kreativ-Workshop „Die Bienenfairsteher“: Zurück in der Schule stellten die Jugendlichen unter Anleitung der schuleigenen Imkerei-AG eigene Seifen und Kerzen her – unter Verwendung von echtem Bienenwachs aus der Schulimkerei.
3. KI-Zukunft und ökologischer Stadionbau in Bremen (Dienstag, 14. April)
Am Dienstag reiste die deutsch-dänische Gruppe umweltfreundlich mit Bus und Bahn nach Bremen. Erstes Ziel war das Universum Science Center. Dort absolvierten die Schülerinnen und Schüler einen interaktiven Nachhaltigkeits-Workshop und besichtigten eine Sonderausstellung zum Thema Künstliche Intelligenz.
Nach dem Mittagessen stand ein ganz besonderes Praxisbeispiel auf dem Plan: Bei einer Führung durch das Weserstadion analysierte die Gruppe die dort verbauten, zukunftsweisenden Nachhaltigkeitsaspekte, wie etwa die großflächig integrierte Photovoltaikanlage zur schuleigenen und städtischen Energieversorgung.
4. Datenanalyse und Geocaching in Oldenburg (Mittwoch, 15. April)
Der Mittwochmorgen begann in der KGS mit einem methodischen Nachhaltigkeits-Workshop. Die Jugendlichen berechneten ihren CO₂-Fußabdruck und entwickelten kreative Handprint-Challenges für den Schulalltag. Zudem schnupperten die dänischen Gäste in reguläre Sprachklassen hinein.
Nachmittags ging es per Bahn nach Oldenburg zu einer umweltpädagogischen Geocaching-Exkursion. In international gemischten Teams mussten via GPS Koordinaten und Rätsel zum lokalen Umweltschutz gelöst werden. Der Tag endete mit einer teambildenden Runde Lasertag und einem entspannten Abend in den Gastfamilien.
5. Urbaner Umweltschutz in den Niederlanden (Donnerstag, 16. April)
Ein ganztägiger, grenzüberschreitender Ausflug führte die Projektgruppe mit Bus und Bahn nach Groningen (Niederlande). Die Studierendenstadt gilt europaweit als Vorzeigemodell für fahrradfreundliche Mobilität und moderne Stadtplanung. Die Jugendlichen erkundeten die historischen Kernbereiche sowie die modernen Architekturprojekte und evaluierten vor Ort, wie urbane Räume emissionsfrei und lebenswert gestaltet werden können.
6. Wasserkreisläufe, Medienarbeit und Talentshow (Freitag & Samstag)
Der letzte Projekttag führte die Gruppe zur Kläranlage Diekmannshausen, einer pädagogischen Vorzeigeeinrichtung des Oldenburger-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV).
· Ressource Wasser: In einem Fachworkshop analysierten die Jugendlichen den weltweiten Wasserverbrauch und die Folgen des Klimawandels auf das Grundwasser.
· Journalistische Dokumentation: Als konkretes Projektergebnis verfassten die Schülerinnen und Schüler wissenschaftliche Artikel für ein Umweltmagazin und bereiteten einen Pressebericht für die regionale Zeitung über innovative Wasserwiederverwertung und Recycling-Verfahren vor.
· Emotionaler Abschied: Am Nachmittag versammelte sich die Gruppe im Freizeitzentrum. Nach theaterpädagogischen Spielen folgte eine große Talentshow auf der Bühne, bei der die Jugendlichen stolz ihre individuellen Talente präsentierten.
Am Samstagmorgen trat die dänische Gruppe die Heimreise mit dem Flixbus an. Im Gepäck blieben nicht nur unvergessliche Erinnerungen, sondern auch ein dichtes Netzwerk aus europen Freundschaften und konkreten BNE-Projektideen.
https://www.oowv.de/der-oowv/presse/dem-weg-des-trinkwassers-in-der-kaskade-auf-der-spur?utm_source=chatgpt.com
Veröffentlicht am 24. April 2026
Pressemitteilung
Dem Weg des Trinkwassers in der Kaskade auf der Spur
Diekmannshausen. Internationalen Besuch hatte kürzlich das Museum Kaskade des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) in Diekmannshausen (Gemeinde Jade). Schülerinnen und Schüler aus Dänemark verbrachten gemeinsam mit Jugendlichen der KGS Rastede einen Vormittag in der Kaskade. Weit mehr als nur ein einfacher Schüleraustausch war das. Es handelte sich um ein so genanntes „Erasmus+“-Projekt. Im Fokus stand dabei das Thema „Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen“.
Ein Thema, das perfekt zum Museum Kaskade passt. Mit einer Vielzahl von Themen rund um das Wasser beschäftigten sich die Jugendlichen während des Vormittags und trugen ihre Erkenntnisse in verschiedenen Artikeln zusammen. Wie kann man Wasser sparen? Wie mühselig war es in früheren Zeiten, an Trinkwasser zu kommen? Welche Unterschiede in der Wasserversorgung gibt es in Dänemark und Deutschland? Was darf eigentlich wirklich in die Toilette – und was sollte man niemals dort hineinwerfen? Diese und viele weitere Fragen wurden von den Schülerinnen und Schülern sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch beantwortet, als sie ihre Artikel vor ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern vorstellten. Beeindruckt von diesen Zeitungsartikeln zeigte sich Hendrike Joost, Mitarbeiterin der Umweltbildung des OOWV. „Positiv aufgefallen ist mir die gute Zusammenarbeit der dänischen und deutschen Schülerinnen und Schüler, als sie die Artikel verfasst haben.“ Alle Gruppen hätten mit großem Interesse recherchiert, es seien tolle Texte dabei entstanden.
Seit 2023 führt die „Erasmus+“-AG der KGS Rastede Umweltprojekte im europäischen In- und Ausland gemeinsam mit Partnerschulen durch, plant diese Ideen im Vorfeld mit Videokonferenzen und einer engen Absprache mit den europäischen Partnerschulen und ihren Koordinatoren und Koordinatorinnen.
„Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sozusagen die Themen und die Schwerpunkte. Oberthema sind die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Stets arbeiten zwischen 15 und 30 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis 10 der Haupt-, Real-, und Gymnasialzweige der Schule wöchentlich an Umsetzungsprojekten für die AG“, sagt Andreas Pätzold. Er leitet gemeinsam mit seiner Kollegin Claudia Bünnemeyer die AG. Er hält das Museum Kaskade, das einer der vier außerschulischen Lernorte der Umweltbildung des OOWV ist, für ein ideales Ziel während des Schüleraustauschs. Denn im 1956 erbauten ältesten Speicherpumpwerk des OOWV könnten die Jugendlichen nicht nur vieles zum Thema Umweltschutz lernen. Eine Zeitreise sei möglich gewesen in die Welt des Wassers.
Auf 1000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, verteilt auf sechs Ebenen, können Besucherinnen und Besucher dem Weg des Trinkwassers folgen. Historische Exponate, Mitmach- und Medienstationen laden zu einer umfassenden Erkundungstour ein. Dabei wird deutlich, dass gutes Trinkwasser früher keineswegs selbstverständlich aus dem Wasserhahn floss. Was Trinkwasser für die Menschen an der Küste bedeutet, aber auch wie es mit dem lebenswichtigen Naturgut global auf unserer Erde aussieht, sind Themen der Ausstellung. Und der Blick richtet sich nicht nur zurück: Die Zukunft des Trinkwassers und aktuelle Herausforderungen wie der Klimawandel spielen ebenfalls eine Rolle.
Seit Mitte April waren die dänischen Schülerinnen und Schüler zu Besuch in Rastede. Täglich gab es andere Programmpunkte rund um das Thema Nachhaltigkeit. Seife wurde selbst hergestellt, der ökologische Fußabdruck wurde berechnet. Beantwortet werden sollte so die Frage, welche Möglichkeiten man habe, sein Leben nachhaltiger zu gestalten.
Vorangegangen war ein Besuch der deutschen Schülerinnen und Schüler in Dänemark im vergangenen Jahr in Ballerup, einem Vorort der Hauptstadt Kopenhagen. Mit dem „Erasmus+“-Programm wurden in den vergangenen Jahren aber nicht nur Kontakte nach Dänemark aufgebaut. Auch mit Schulen in Italien und Portugal trafen Jugendliche aus Rastede auf Gleichaltrige, um sich mit dem Thema Nachhaltigkeit zu befassen.
Die außerschulischen Lernorte des OOWV sind neben dem Museum Kaskade das Wasser-Wald-Zentrum in Schortens, das Wasserwerk samt Trinkwasserlehrpfad in Nethen sowie der Biohof Bakenhus in Großenkneten. Laut Hendrike Joost sind alle Standorte beliebte Ziele auch von internationalen Schülergruppen. „Erst kürzlich war das Gymnasium Wildeshausen mit spanischen Austauschschülern zu Gast im Wasserwerk Nethen“, sagt sie.
Foto:
033-2026 PM OOWV Dänischer Besuch in der Kaskade 1
Heino Hermanns/OOWV
Bildunterschrift:
Im Museum Kaskade kann der Wasserkreislauf nachvollzogen werden.
Foto:
033-2026 PM OOWV Dänischer Besuch in der Kaskade 2
Heino Hermanns/OOWV
Bildunterschrift:
Pia (von links), Lenja, Tjark, Clemens und Johanna lernen von „sprechenden“ Teetassen alles Wissenswerte über das Lieblingsgetränk der Ostfriesen.
Foto:
033-2026 PM OOWV Dänischer Besuch in der Kaskade 3
Heino Hermanns/OOWV
Bildunterschrift:
Deutlich wird im Museum Kaskade, wie beschwerlich der Weg zu frischem Wasser in früheren Zeiten war.
Foto:
033-2026 PM OOWV Dänischer Besuch in der Kaskade 4
Heino Hermanns/OOWV
Bildunterschrift:
Tipps zum Wassersparen gibt es in der Kaskade unter anderem unter der Dusche.
Kapitel 10: Schülerbegegnung in Fondi, Italien (April 2026)
Vom 20. bis 28. April 2026 reiste eine Delegation unserer AG nach Fondi, Italien. Die Mobilität brachte die Ergebnisse des BNE-Tags auf die europäische Bühne.
Der chronologische Ablauf:
· Montag, 20.04. (Anreise): Fahrt mit dem Zug nach München, Flug nach Rom, Weiterreise per Bahn nach Fondi. Herzlicher Empfang durch die Gastfamilien in Fondi und Terracina.
· Dienstag, 21.04. (Schulstart & Rotes Kreuz): Begrüßung am Schulstandort in der Via San Magno. Frühstück und gegenseitige Präsentationen der Schulen (Vorstellung des Ammerlandes). Nach einer Schulrallye und der Erkundung der Altstadt (Baronello Castle, jüdisches Viertel) folgte ein ehrenamtlicher Einsatz beim Roten Kreuz (Croce Rossa) in Fondi. Die Jugendlichen lernten die Ausstattung von Rettungswagen, Erste-Hilfe-Maßnahmen und das richtige Verhalten bei Erdbeben. Zudem wurden Lebensmittelpakete für Bedürftige gepackt. Abends gab es eine gemeinsame Cena (Pizza-Essen).
· Mittwoch, 22.04. (Exkursion nach Neapel): Fahrt mit dem Zug nach Neapel. In internationalen Kleingruppen erkundeten die Jugendlichen den Dom, Spaccanapoli, den Piazza del Plebiscito und die spanischen Viertel inklusive eigenständiger englischer Präsentationen.
· Donnerstag, 23.04. (Tag des Meeres in Terracina): Teilnahme am offiziellen „Tag der See und der maritimen Kultur“ am Strand von Terracina. Die Schüler erlebten Vorführungen von Rettungshunden, ertüchtigten sich bei Sportaktivitäten, spielten Beachvolleyball, steuerten Drohnen und diskutierten über den maritimem Küstenschutz. Nachmittags folgte eine historische Stadtführung durch die italienischen Schülerinnen und Schüler mit anschließender Diskussion über nachhaltigem Leben und Bauen in Terraccina. Agerundet wurde der Tag mit einer Kugel Eis.
· Freitag, 24.04. (Klimaforschung & Soziales Engagement): Wissenschaftlicher Workshop in der Schule. In einem MINT-Experiment stellten die Schüler künstlich „sauren Regen“ her und diskutierten dessen Auswirkungen auf die Umwelt. Es gab eine Pro- und Contrediskussion über die Auswirkungen des Klimawandels und der Entwicklung der Umwelt in Zeiten der Klimakrise. Außerdem halfen selbstentwickelte Walk and Talk – Aktivitätskarten zur Unterstützung der Diskussion. Ein Talentworkshop schloss sich an und wir erkundeten den zweiten Standort der Schule Gobette de Libero. Nachahtligkeits-AGs wurden vorgestellt in der Aula des Standortes durch die italeinischen SchülerInnen. Nachmittags arbeitete die AG ehrenamtlich im lokalen Kinder-Tageszentrum „Magicabula“ mit, wo es darum ging, Nachhilfe benachteiligten italieinischen Kindern u.a. mit Migrationshintergrund oder mit körperlichen oder wirtschaftlichen Benachteiligungen zukommen zu lassen, oder einfach mit ihnen Brettspiele zu spielen und die Zeit etwas schöner werden zu lassen, indem man einfach zuhört.
· Samstag (Familientag): Freier Tag in den Gastfamilien zum Wandern, Reden und für Strandbesuche.
· Sonntag bis Dienstag (Urbane Nachhaltigkeit in Rom & Rückreise): Zum Projektabschluss schlug die Gruppe ihr Lager auf einer Campingstation in Rom auf. Neben der Besichtigung des Kolosseums, des Pantheons und der Vatikanstadt besuchte die AG am Montag einen Handwerksbetrieb zur biologischen Herstellung von Speiseeis, um nachhaltige Lieferketten zu verstehen. Es wurde selbst Eis dort hergestellt.
· Am Dienstag, den 28.04.2026, erfolgte die Rückreise per Bus, Minibus, Flugzeug und unterschiedlichen Zügen nach Rastede (Ankunft 22:00 Uhr).
Erasmus+ Berichtskriterium: MINT-Bezug & Soziale Nachhaltigkeit
Die Italien-Begegnung verknüpft ökologische Aspekte (Experiment zum sauren Regen) mit sozialer Nachhaltigkeit und Katastrophenhilfe (Rotes Kreuz, Zivilschutz-Vorträge). Dies stärkt die europäische Dimension des humanitären Engagements.
Mit Erasmus in Italien
12.08.2026
Am Montag, den 20.04.2026, ging es für 14 Schüler*innen der Erasmus-AG – einschließlich mir – endlich nach Italien. Um 5:30 Uhr mussten wir bereits am Bahnhof in Oldenburg stehen.
Von dort fuhren wir zuerst nach Bremen, dann weiter nach Hannover und schließlich mit dem ICE nach München. Nach etwa sieben Stunden Zugfahrt kamen wir am Flughafen an, checkten ein und gaben unser Gepäck auf. Als wir schließlich im Flugzeug saßen, war die Aufregung bei einigen ziemlich groß, da manche noch nie geflogen waren. Der Flug war aber total entspannt – wir haben sogar kostenlose Schokolade bekommen.
Am Flughafen in Rom angekommen, waren wir alle schon ziemlich müde. Trotzdem fiel sofort auf, dass es dort selbst am Abend deutlich wärmer war als in Deutschland. Gegen 21:30 Uhr kamen wir nach viel Wartezeit und einer weiteren Zugfahrt endlich am Bahnhof in Fondi an, wo wir herzlich von unseren Gastschüler*innen empfangen wurden. Natürlich wurden direkt die ersten Fotos gemacht, bevor wir zu unseren Gastfamilien fuhren und dort noch spät zu Abend gegessen haben.
Am nächsten Tag ging es für uns in die Schule. Dort bekamen wir zuerst eine kleine Führung und anschließend ein herzliches Willkommensfrühstück. Danach zeigte uns eine italienische Schülerin, die Deutsch lernte, ihren Heimatort Fondi. Wir besuchten ein kleines Burgmuseum, eine Kirche und liefen durch die schönen Straßen der Stadt.
Nach der Tour ging es erstmal wieder mit unseren Gastschüler*innen nach Hause zur Mittagspause. Am Nachmittag wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Während die eine Gruppe zum Roten Kreuz ging, half meine Gruppe in einer Art Jugendhaus Kindern bei den Hausaufgaben. Danach spielten wir gemeinsam Spiele und machten kreative Aufgaben. Zum Beispiel bauten wir aus Holz Handyhalterungen in Tierform oder stellten Teller aus Ton her. Obwohl die Verständigung manchmal schwierig war, waren alle total herzlich. Einige der Kinder – die meisten noch in der Grundschule – konnten sogar schon richtig gut Englisch. Es war ein toller erster Tag mit vielen neuen Eindrücken und netten Menschen. Am Mittwoch, den 22.04., ging es mit dem Zug nach Neapel („Napoli“). Gemeinsam mit denitalienischen Schülerinnen und Lehrerinnen schauten wir uns die Stadt an und besuchten den „Duomo di Napoli“, also den Dom von Neapel. Dort bekamen wir sogar eine kleine Führung von einer Touristenführerin. Nachdem wir Neapel als große Gruppe erkundet hatten, durften wir später noch in kleineren Gruppen mit unseren Gastschüler*innen alleine durch die Stadt laufen. Auch dieser Tag war wunderschön, aber ziemlich anstrengend.
Am Donnerstag fuhren wir mit dem Bus an den Strand von Terracina. Dort fand eine große Strandmesse mit vielen verschiedenen Ständen statt. Wir machten Yoga, spielten Beachbasketball, nahmen an einem Workout mit Kopfhörern teil und schauten Rettungshunden dabei zu, wie sie Menschen aus dem Wasser retteten. Danach hatten wir noch etwas Freizeit am Strand und schauten uns die Stadt an. Dort gibt es unter anderem Ruinen eines alten römischen Amphitheaters sowie weitere Überreste aus der Römerzeit.
Am Freitag waren wir morgens wieder in der Schule und durften etwas Chemieunterricht miterleben. Wir lernten etwas über Säuren und Basen und stellten unseren eigenen „chemischen Garten“ her. Mittags gingen wir zu einer italienischen Lehrerin nach Hause und durften dort unglaublich viel Pasta essen. Am Nachmittag wurden die Gruppen vom Dienstag getauscht. Diesmal war ich beim Roten Kreuz. Zuerst packten wir im Lager Lebensmittel für bedürftige Menschen in Taschen – ähnlich wie bei der Tafel in Deutschland. Danach machten wir einen kleinen Reanimationskurs und schauten uns einen Krankenwagen von innen an. Am Abend trafen sich einige von uns noch mit ihren Gastschülerinnen und deren Freundinnen in Fondi.
Am Samstag war in Italien Feiertag. An diesem Tag wird die Befreiung Italiens im Zweiten Weltkrieg gefeiert. Viele von uns fuhren nach Sperlonga an den Strand und verbrachten dort einen schönen letzten Tag mit ihren Gastschüler*innen. Sperlonga ist wirklich wunderschön und wird oft „Little Greek“ genannt, weil die Stadt ein wenig wie Griechenland aussieht.
Am Sonntag wurden wir von unseren Gastfamilien zum Bahnhof gebracht und verabschiedet. Danach ging es für uns weiter nach Rom. Dort gaben wir zuerst unser Gepäck ab und erkundeten anschließend die Stadt. Wir besuchten das Kolosseum, den Trevi-Brunnen, die Spanische Treppe und das „Monumento a Vittorio Emanuele II“. Danach hatten wir noch etwas Freizeit, um durch die Einkaufsstraßen zu laufen und in einigen Geschäften zu stöbern. Am Abend holten wir unsere Koffer wieder ab und fuhren zu dem Campingplatz, auf dem wir die nächsten zwei Nächte übernachteten.
Am Montag ging es natürlich erneut nach Rom. Morgens bekamen wir eine Führung durch die älteste Eisdiele der Stadt. Sie wurde von der Familie Gobetti während des Krieges gegründet, um Bedürftigen zu helfen. Dort durften wir sogar selbst Eis herstellen und anschließend verschiedene Sorten probieren. Danach gingen wir wieder ins Zentrum von Rom und schauten uns das Pantheon an. Anschließend hatten wir Mittagspause und durften uns wieder in kleinen Gruppen frei bewegen. Nachmittags liefen wir zur Vatikanstadt und schauten uns dort um. Im Petersdom waren wir leider nicht.
Am Abend ging es zurück zum Campingplatz. Dort packten wir unsere Koffer und verbrachten unseren letzten Abend in Italien, bevor wir am nächsten Morgen bereits um halb fünf zum Flughafen in Rom aufbrechen mussten, um die Rückreise nach Deutschland anzutreten.
Der Austausch war für uns alle eine unvergessliche Erfahrung. Wir haben viele neue Menschen kennengelernt, spannende Orte gesehen und einen tollen Einblick in das italienische Leben bekommen.
Kapitel 11: Großes Fazit und Ausblick auf die Zukunft
Hinter der KGS Rastede liegt ein hocherfolgreiches Projekt. Die intensiven Begegnungen haben gezeigt, dass Internationalisierung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) fest in unserer Schulkultur verankert sind. Mit dem Start des neuen Schuljahres 2026/2027 nutzen wir diesen Schwung für die nächsten großen Meilensteine.
Erreichte Nachhaltigkeitskompetenzen
Unsere Schülerinnen und Schüler haben im Projektzeitraum fundamentale Kompetenzen entwickelt:
1. Systemisches Denken: Verständnis für globale ökologische und soziale Zusammenhänge.
2. Gestaltungskompetenz: Fähigkeit, eigenständig Handprint-Challenges im regionalen Umfeld umzusetzen.
3. Interkulturelle Kompetenz: Sichere, fließende englischsprachige Kommunikation im internationalen Kontext.
Der Blick nach vorn: Unsere Ziele für 2026/2027 und Herbst 2027
Die europäische Erfolgsgeschichte wird nahtlos fortgesetzt. Aktuell planen wir den Gegenbesuch der italienischen Gruppe bei uns in Rastede. Um die Partnerschaft dauerhaft zu festigen, führen wir dieses Projekt im aktuellen Schuljahr zunächst ohne direkte Erasmus-Förderung durch – ein Beweis für die tiefe, intrinsische Motivation unserer Schule.
Für den Herbst 2027 streben wir zwei große Titel an:
· Zertifizierung zur Europaschule: Offizielle Anerkennung unseres internationalen Profils.
· Erasmus+-Akkreditierung: Einreichung des institutionellen Antrags für dauerhaften, flexiblen Zugang zu europäischen Fördermitteln.
Soziale Nachhaltigkeit: Wohlfühlkultur für 2.200 Jugendliche
Da unsere Schule dynamisch wächst und wir mittlerweile über 2.200 Schülerinnen und Schüler zählen, geraten unsere Raumkapazitäten an ihre Grenzen. Nachhaltigkeit bedeutet für uns deshalb ab jetzt auch: Gesundheitsfürsorge und Lebensqualität im Schulalltag.
Wir arbeiten aktuell intensiv an Konzepten zur Etablierung von Ruheräumen als Rückzugsorte im trubeligen Schulalltag. Die Ausgestaltung dieser Zonen soll maßgeblich über unseren in den letzten zwei Jahren erfolgreich aufgebauten Schülerinnen- und Schülerhaushalt gesteuert werden. Hierbei bestimmen die Jugendlichen im Sinne der Demokratiebildung selbst über finanzielle Mittel, um ihre Schule partizipativ mitzugestalten.
Erasmus+ Berichtskriterium: Long-term Impact & Institutional Strategy
Die Fortführung der Schulpartnerschaft ohne direkte Fördergelder im Jahr 2026/2027 belegt die außergewöhnliche Nachhaltigkeit der Projektergebnisse. Die geplante Erasmus-Akkreditierung sowie die Verknüpfung von BNE mit dem schulinternen Schülerhaushalt dokumentieren eine strategische, zukunftsorientierte Schulentwicklung.
Erasmus+-AG der KGS Rastede benennt sich um - „#Europe-X-Change“ Dänische Gastschülerinnen und Gastschüler aus Ballerup zu Gast im Ammerland
Endlich war es soweit. „Hilfe, die Dänen kommen“ – Ausspruch, Drohung, Angst und Schrecken!? Mitnichten.
Was noch ein paar Jahrhunderte vor dem Jahr 2024 zu Graus bei einigen norddeutschen Küstenbewohnern geführt hätte - die Hooksieler wissen noch worum es geht, konnten sie sich doch noch bei ihrer Kanone auf dem Vordeich bedanken, dass es nur bei einigen wenigen möglichen Überfällen geblieben ist und sie mit einem blauen Auge davon gekommen sind -
ist dieser Spruch heute ein Relikt aus einer weit entfernten und düsteren Vergangenheit.
Gut so!
Nicht immer war früher alles besser. In diesem Fall, ist eher heute alles besser. Denn...
Europäische Völkerverständigung hat sich die KGS auf ihre Fahnen geschrieben, oder wohl eher ist es das Motto der Erasmus+-AG, die sich nun umbenannt hat und ein eigenes Logo erstellt hat.
# (Hashtag) Europe-X-Change, was so viel bedeutet, wie Europäischer Austausch unter den Aspekten der Nachhaltigkeitskriterien der Vereinten Nationen in digitaler und realer Zusammenarbeit.
Seit einem Jahr führt die AG Umweltprojekte im europäischen In- und Ausland gemeinsam mit Partnerschulen durch, plant diese Ideen im Vorfeld mit Videokonferenzen und einer engen Absprache mit den europäischen Partnerschulen und ihren KoordinatorInnen.
„Die SchülerInnen und Schüler entscheiden sozusagen die Themen und die Schwerpunkte. Oberthema sind die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Stets arbeiten zwischen 10-18 SchülerInnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis 10 der Haupt-, Real-, und Gymnasialzweige der Schule wöchentlich an Umsetzungsprojekten für die AG.“, so Claudia Bünnemeyer und Andreas Pätzold, leitende Lehrer der AG.
Mayra, Alessio, Destiny, Fatima, Fiona, Johanna, Leony, Wiebke, Theodor, Lasse, Sverre , Phelan, Piet, sowie Alexandra sind momentan TeilnehmerInnen der Arbeitsgemeinschaft.
Ende September kamen die GastschülerInnen aus Ballerup zu einem Gegenbesuch ins Ammerland. Sie wurden mit bunten Plakaten, Luftballons, dänischen Flaggen und kleinen Präsenten am Bahnhof Rastede von ihren Gastfamilien herzlichen und warm empfangen.
Am Montag wurden sie von Schulleiterin Claudia Berger im Musikraum der Schule feierlich begrüßt und nahmen am Unterricht der Schule teil. Am Dienstag fuhren alle gemeinsam nach Norderney um die Insel zu erkunden, am Mittwoch sorgte ein kulinarischer Spiele- und Backabend mit Pizza, Curry-Hackbällchen, vegetarischen Vor-, Haupt-, und Nachspeisen aus Dänemark und Rastede für heitere Momente, wobei die Gespräche weitestgehend in englischer Sprache stattfanden. Am Donnerstag erkundeten die dänischen Gäste auf eigene Faust das benachbarte Groningen und am Freitag folgte eine Stadtführung durch Bremen, entlang des Rolands, der berühmt-berüchtigten Stadtmusikanten, des Viertels, der Böttcherstraße und des Universums sowie dessen interessanter derzeitiger KI-Ausstellung.
Einige Gäste besuchten noch gemeinsam mit den Rasteder Schülern und Eltern den Oldenburger Kramermarkt oder organisierten einen gemeinsamen Abend zusammen in den Familien. Norddeutsche Köstlichkeiten wie Matjes- und Heringsbrötchen sowie eine ostfriesische Teezeremonie durften natürlich auch nicht fehlen. Die dänischen Lehrer Christian McKay und Andreas Arnold freuten sich gemeinsam mit ihren beiden deutschen KollegInnen über den Kurztrip und das gemeinsame Auseinandersetzen mit Umweltthemen vorort und in Ballerup. Eine weitere Zusammenarbeit wird angestrebt.
Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Nationalen Agentur wider. Weder die Europäische Union noch die Nationale Agentur können dafür verantwortlich gemacht werden.
Tschüss´2024 - 2025/26 geht's munter weiter... und zwar mit dem Titel:
"Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit - Evaluation des Ist-Zustands sowie zukünftige Überlegungen unserer Schule im englischsprachigen Austausch mit anderen europäischen Schulen und deren Ideen - was können gemeinsame zukünftige Projektideen sein - Gemeinsam Verantwortung tragen für Umwelt und Ökologie in Europa"
Die Menschen müssen so viel wie möglich ihre Weisheit nicht aus Büchern schöpfen, sondern aus Himmel und Erde, aus Eichen und Buchen, d.h. sie müssen die Dinge selbst kennen und erforschen und nicht nur fremde Beobachtungen und Zeugnisse darüber."
Johann Amos Comenius https://comenius-stiftung.de
„Die Bienenfairsteher“ und „Erasmus+AG“ der KGS Rastede zu Gast in der Autostadt Wolfsburg Teilnahme am #Projekt Erde – Lasst uns die Zukunft sein - Zukunftscamp für nachhaltige SchülerInnenprojekte
Beworben und eingeladen worden! Yes, es hat geklappt!
Die Freude war groß bei Mette, Hannah, Lukas und Leon sowie den beiden verantwortlichen Lehrkräften Claudia Bünnemeyer und Andreas Pätzold der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Rastede. Beide Lehrkräfte hatten auf der schulinternen Iserv-Website und der schuleigenen Homepage zu einem Voting eingeladen, um ihre Projekt-AGs aktiv zu bewerben.
Die notwendigen Stimmen für eine Einladung in die Autostadt Wolfsburg wurden erreicht.
So konnte der zweitägige Kurztrip vom 23.-24.05.2024 im Detail geplant werden. Worum ging es?
Beide Arbeitsgemeinschaften veröffentlichten auf einer Internetseite für nachhaltige Schülerprojektideen des Kultusministeriums Niedersachsen ihre Projektergebnisse.
„Die Bienenfairsteher“ produzieren seit einigen Jahren selbst hergestellte Produkte im Rahmen einer sogenannten Schülerfirma sowie einer AG. Nicola Reershemius übernahm diese und baute sie stetig bis zu ihrer Versetzung an eine Grundschule in Oldenburg aus. Claudia Bünnemeyer übernahm ab Anfang 2024 die Nachfolge und entwickelte diese vor allem im Hinblick auf Nachhaltigkeit weiter. Es werden Honig, Produkte aus Wachs (wie Kerzen, Tannenbaumschmuck und Bienenwachstücher) und Produkte aus Honig (wie Karamellbonbons, Honigseifen und Lipbalsam) in Eigenregie produziert. Außerdem wird im Einklang mit der Natur darauf geachtet, dass es den schuleigenen Bienen gut geht. Führungen und Workshops für interessierte Grundschulklassen und Lehrkräfte anderer Schulformen können auf Nachfrage angeboten werden. Außerdem wird überlegt, weitere Verkaufsstände lokal im Ort anzubieten (z.B. in Altenheimen. Kitas etc.).
Die relativ neue Erasmus+AG bereiste im vergangenen Herbst eine Partnerschule im italienischen Fondi zwischen Rom und Neapel (Gobetti de Libero) und in diesem Frühjahr eine Partnerschule im dänischen Ballerup (Baltorpskolen) in der Nähe Kopenhagens.
Beide Projektfahrten standen unter den Mottos „Reaching UN-sustainability goals – Sowing seeds of change“ (Erreichen der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen – Samen des Wandels aussähen) sowie „Erasmus+ Days 09th – 14th October 2024 - Days to make Europe shine“ (Tage, die Europa erscheinen lassen sollen) und wurden kofinanziert von der Europäischen Union im Rahmen eines Erasmus+-Antrags.
Es wurden Strände in Italien (u.a. in Capratica und Terracina) gesäubert und die Ergebnisse dem italienischen Umweltministerium zur jährlichen Auswertung zur Verfügung gestellt. Außerdem stand der europäische Gedanke in Form eines Sprachen- und Kulturaustausches jeweils in Gastfamilien im Mittelpunkt. Es wurden Kolloquien und Vorträge gehalten, mit ortsansässigen Nonnen u.a. über das Thema „Armutsbekämpfung in Fondi“ gesprochen, ein Biobauernhof wurde besucht und dort wurde mitgeholfen, Gemüse und Obst für lokale Restaurants einzupacken. Weiterhin wurde ein pädagogischer Pflanzenhof ebenso besucht, Bäume gepflanzt und Pflanzen gesäht, Rom unter dem Aspekt des nachhaltigen, zukünftigen Tourismus besucht, ein jüdisches Museum erkundet, eine Schatzsuche auf der antiken Via Appia in der Altstadt Terracinas durchgeführt sowie nachhaltige Produkte gemeinsam mit den europäischen PartnerschülerInnen in Fondi produziert und vorgestellt (u.a. Korkuntersetzer, Bienenwachstücher, Upcycling von Plastikflaschen für Schulgärten etc.). All das war den beiden KollegInnen erst möglich durch das Besuchen von europäischen Netzwerktreffen im Rahmen von Erasmus+ und das Zusammenschließen europäischer Partnerschulen.
Nun wurden beide Projekte der Schule mit einer Teilnahme am Projekt Erde ausgezeichnet und durften sich beinahe auch auf der Ideenmesse der Expo in Hannover vorstellen.
Für die Teilnahme am Nachhaltigkeitspreis und Zukunftscamp 2024 und das besondere Engagement zum Thema Nachhaltigkeit wurden den vier SchülerInnen der KGS Rastede stellvertretend für die anderen TeilnehmerInnen der AGs eine Urkunde und eine besondere Anerkennung der Kultusministerin, Julia Willie Hamburg, zuteil.
Beide Projekte waren mit einem Messestand präsent und die SchülerInnen stellten sich ziemlich souverän und selbstsicher den Fragen einer Jury aus dem Kultusministerium. Ein bisschen Aufregung dabei ist ganz normal.
Ein Besuch im Wolfsburger Planetarium war Teil des Rahmenprogramms, ebenso wie die kulinarische Versorgung und Unterbringung aller TeilnehmerInnen in einer Jugendherberge. Kurze Impulsvorträge, Upcycling-Stationen an Werktischen, das Netzwerken und Kennenlernen anderer interessanter Projekte aus sämtlichen allgemeinbildenden und berufsfachlichen Schulen Niedersachsens, sowie eine Prämierung und Siegerehrung durch die niedersächsische Kultusministerin, Julia Willie Hamburg, standen abschließend auf dem Programm der Initiatoren des Zukunftscamps.
Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Nationalen Agentur wider. Weder die Europäische Union noch die Nationale Agentur können dafür verantwortlich gemacht werden.
Mitgestaltung einer olympischen Projektwoche, Mitarbeit auf einem Biobauernhof Grantoftegard, Besuch von Kopenhagen, dem Planetarium, Führung durch das selbstverwaltete Christiania, ökologische Stadtbegehung, kulinarische Köstlichkeiten selber herstellen, Spiele- und Begegnungsabende, Ice-Breaker- und Gruppenaktivitäten sowie Diskussionen über Müllvermeidung- und Recycling
Green Travel bringt´s!
Tatsächlich eine entspannte An- und Abreise mit dem Flixbus von Oldenburg nach Kopenhagen und zurück
Die Erasmus-AG der Kooperativen Gesamtschule Rastede bestritt Mitte April 2024, direkt eine komplette Schulwoche nach den Osterfreien bei ihrer Partnerschule, der Baltorpskolen in Ballerup, einem Vorort von Kopenhagen.
Im Zuge Ihres Projekts „Reaching UN sustainability goals by sowing seeds of change“ (Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen umsetzen indem Samenkörner des Wandels ausgesäht werden) waren sechzehn Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften Claudia Bünnemeyer und Andreas Pätzold per Bus und Bahn unterwegs. Sie haben sich gemeinsam mit den PartnerschülerInnen und Lehrern vorort über Nachhaltigkeitsziele verständigt und kleine Projekte umgesetzt. Im Laufe des Schuljahres lernte man sich über Videokonferenzen (zum Teil über die europäische Plattform E-Twinning und dem schuleigenen Iserv-Videokonferenzsystem) kennen und erarbeitete Gemeinsamkeiten, was es denn bedeutet, Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen.
Durch aktuelle Tagesberichte mit Bildern über Erlebnisse, Projekte und Aktivitäten - erstellt von den Jugendlichen - wurden auf der schuleigenen Iserv-Seite die Eltern und Mitschüler informiert und konnten live mitverfolgen wie die Projektvorhaben umgesetzt wurden.
Gemeinsam haben sie Kennenlernaktivitäten in der Schule in Ballerup durchgeführt, haben über Aspekte des Umweltschutzes, der Müllvermeidung, des Müllrecyclings und der Umweltzerstörung durch Plastikmüll in ihren Landkreises gesprochen, ihre eigene Haltung in Bezug zu diesen Themen kritisch reflektiert und gemeinsam auf Englisch diskutiert, was es bedeutet, als europäischer Bürger oder Bürgerin, Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen und die UN-Nachhaltigkeitsziele im Kleinen umzusetzen. Fragen wie: „Welcher Beitrag hilft, wie und in welcher Form kann ich unterstützen?“ wurden erörtert.
Sie haben u.a. im Zuge ihres Projektaufenthalts einen biologischen Bauernhof „Grantoftegaard“ wandernd besichtigt, dabei in einer geleiteten Führung erfahren, wie es um den ökologischen Anbau von Pflanzen und die Haltung von Tieren bestellt ist. Vorort wurde natürlich auch tatkräftig angepackt, selbst Knoblauch eingepflanzt und Kartoffeläcker von Geröll befreit, auch Müll gesammelt.
Eigentlich wollte man mithilfe von speziell präparierten Kanus Seen von Unrat befreien, nur hatte die Ausleihstation noch geschlossen, also musste man einige Aktivitäten etwas umplanen.
Als Vorbereitung auf die jährliche Projektwoche der Schule mit dem Thema „Olympics 2024“ (Olympische Spiele 2024) wurde ein deutsch-dänischer Projektstand selbst aufgebaut. Die Jugendlichen aus der Erasmus+-AG haben ihre Schule, das Ammerland, die Landwirtschaft und Oldenburg anhand von Plakaten vorgestellt, regionale Köstlichkeiten wurden probiert und es wurde Informatives über die Erasmusprojekte ausgestellt.
Gemeinsam mit den dänischen Schülerinnen und Schülern wurden im Laufe der Woche nachhaltige Materialien produziert, wie Bienenwachstücher, Korkuntersetzer, upgecycelte Plastikflaschen für den Schulgarten zur Bewässerung von Pflanzen und am Ende der Woche der kompletten Schulgemeinschaft samt Bürgermeister vorgestellt. Mit der Schulleitung Kirsten Weiland und dem Bürgermeister unterhielten sich die Schülerinnen und Schüler auch noch ausgiebig.
Da durfte natürlich auch ein Abstecher nach Kopenhagen und seinen Sehenswürdigkeiten nicht fehlen. Natürlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Just an diesem Tag brannte jedoch die altehrwürdige „Börse“ und Rauschwaden erstreckten sich über die komplette Stadt. Der traditionelle Nyhavn, die Altstadt, das selbstverwaltete Viertel Christiania, der Container-Foodmarket Geffen, die zur Skipiste umfunktionierte Müllverbrennungsanlage sowie die modernen, schwimmenden Studentenwohnungen mit Solarpanels waren sehenswerte und interessante Ziele für die gemischt dänisch-deutsche SchülerInnengruppe.
An gemeinsamen Spiele- und Kochabenden in der dänischen Baltorpskolen konnten sich alle noch besser kennenlernen und hatten Freude, neue Rezepte auszuprobieren. Erstaunt waren die Jugendlichen aus Rastede auch über das schuleigene kleine Schwimmbad, sowie über den Gaming- und eigenen Jugendraum in den Räumlichkeiten der Schule mit gemütlichen Sesseln, Fernseher, Billardtischen und Tischtennistischen. Mit Bahn und Flixbus ging es dann glücklich, zufrieden und mit neuen Erfahrungen reicher wieder zurück nach Rastede.
Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Nationalen Agentur wider. Weder die Europäische Union noch die Nationale Agentur können dafür verantwortlich gemacht werden.
Erasmus Days 9-.14.10.2023 - Make Europe shine 2023 2024 Maria Montessori Terracina - Gobetti de Libero Fondi - KGS Rastede
Eindrücke aus Fondi - Terracina - Sperlonga - Rom Italien - Oktober 2023
Projekttitel: "Reaching UN- sustainability goals" und der italienische Gegenbesuch im April/Mai 2023 und Februar 2024... how it all started... wie alles begann...
Durch das Erasmus - Seminar und das Netzwerken im europäischen Ausland im Rahmen des PENG-Projektes (Internationale Lehrerfortbildungen durch Professionalisierung der Fachleitungen für das Fach Englisch an Niedersächsischen KGSsen initiiert durch Susanne Quandt, ehemalige Fachmoderatorin des Fachs Englisch an KGSsen in Niedersachsen) ist es uns gelungen, europäische VertreterInnen von Partnerschulen kennenzulernen und gemeinsam über Nachhaltigkeitsprojekte und Unterrichtsideen zu sprechen und zu schauen, welchen Mehrwert dies für unsere Schülerinnen und Schüler hat, sich als mündige, europäische Bürgerinnen und Bürger stärker in gesellschaftliche und ökologische Zukunftsthemen einzubringen und Zukunft zu gestalten.
Im April/Mai 2023 und Februar 2024 besuchten uns italienische Gastschülerinnen und Schüler aus Fondi/Lazio, die den deutschen Unterricht besuchten und gemeinsam mit ihren Gastfamilien kleine Aktivitäten planten. Wir besuchten im Rahmen unserer AG gemeinsam Bremen und Hamburg und erlebten das Ammerland und seine vielfältige Landschaft. Gemeinsam kochten und backten wir auch viel und lernten uns auf Englisch kennen. In der Zwischenzeit bereiteten wir in Videokonferenzen und Meetings ein erstes Treffen im Herbst in Italien vor.
Im Oktober 2023 fand dann unser erster Erasmus-Trip nach Fondi statt. Wir fuhren mit 13 Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgängen 8 und 9 von Rastede mit der Bahn nach Hamburg, von dort mit dem Flugzeug nach Rom, und dort angekommen, ging es weiter mit Minibussen nach Fondi. Vorort wurden wir in Gastfamilien untergebracht.
Wir besuchten die beiden Partnerschulen Gobetti De Libero und schauten uns den Unterricht an, wurden vorher jedoch von der Schulleitung und allen Lehrern begrüßt mit einem großen Tiramisu. Gemeinsam schauten wir uns unser selbst erstelltes Video über unserer Schule in der Aula an. Wir erkundeten danach die Innenstadt Fondis und besuchen das alte römische Museum in der Stadt und trafen uns zum gemeinsamen Pizzaessen abends. Außerdem räumten wir in Capratica einen Strandabschnitt auf ( initiiert durch Luigi di Biasio´s Circle Legambiente) und sammelten die Daten, die wir an das italienische Umweltministerium weiterleiteten. Plastikmüll ...leider der größte Fund....Wir besuchten einen pädagogischen und inklusiven Schulgarten, wo Pflanzen und Bäume direkt mithilfe der Schülerinnen und Schüler angepflanzt werden (Gino Conti´s Evergreen Nursery). Wir informierten uns über Anbau- und Düngemethoden, pflanzten selbst ein und topften um. Des Weiteren gestalteten wir dort Bienenwachstücher mit dem Wachs unserer Schulbienen, das wir extra mitbrachten und gestalteten individuelle Korkuntersetzer. Wir schenkten unserer Partnerschule einen Baum, als Symbol für den Beginn unserer gemeinsamen Reise mit Erasmus.
Wir besuchten gemeinsam mit unseren italienischen Gastschülerinnen und Schülern am 07.10.2023 Rom mit dem Zug aus Fondi, erlebten touristische Sehenswürdigkeiten, wie den Trevi-Brunnen, das Colosseum, die spanische Treppe und den Petersdom zu Fuß und bestaunten die Stadt von oben. Wir beobachteten und diskutierten im Anschluss Möglichkeiten, wie der zukünftige Tourismus grüner und nachhaltiger gestaltet werden kann, sodass sich Rom zukunftssicher touristisch aufstellt. Das wird noch eine große Herausforderung.
Wir reisten mit dem Bus nach Sperlonga und arbeiteten dort einen Vormittag auf einer ökologischen Plantage, packten Blumen und Gemüse sowie Obst für Endverbraucher ein und erhielten als Dank selbst hergestellten Mozzarella, Bruschetta, Biotomaten und eingelegtes Gemüse im Glas von Lorenzo Chinappi. Danach kühlten wir uns am Strand von Sperlonga ab. Nachmittags wurden wir von zwei örtlichen Ordensschwestern Schwester Florenza und Schwester Enrica der römischen Kongregation San Domenica di Fondi eingeladen, an einem Kolloquium teilzunehmen, wie Armut bekämpft werden kann im Rahmen der religiösen Nächstenliebe. Danach besuchten und bestaunten wir ein jüdisches Museum in Fondi.
An einem Tag wurden wir von der Maria Montessori Schule Terracina eingeladen mit dem Bus nach Terracina zu fahren und dort im Rahmen der "Make Europe shine / Erasmus Days" einen Strand zu säubern und an einer QR-Code Rallye auf der antiken Via Appia knifflige Aufgaben zu lösen. Geschichte einmal anders, in Englisch und auf Italienisch. Ein kühles Eis zum Abschluss und ein kleiner Rundgang durch die Montessori Schule sowie die antike Innenstadt Terracinas waren höchst willkommen an diesem heißen Tag.
Am vorletzten Tag besuchten wir ein Bergdorf, Lenola, und wanderten 10km durch die Natur mit einem ortsansässigen Bekannten unserer Vertrauenslehrerin Amalia di Mascolo. Wir besuchten alte Seen, die der Klimawandel schon ordentlich hat schrumpfen lassen und genossen die Natur, probierten Zitronen und konnten uns die Via Placitelli anschauen (ein herzlicher Dank geht an Dr. Maria Rosario Perna, die uns die geschichtlichen Hintergrundfakten des Anwesens erklärte) , in der heimische Pflanzen und Baumsorten erkundet wurden. Es war sehr lehrreich und außerordentlich interessant , aber auch anstrengend.
Am letzten Abend genossen alle Lehrer der Schule, sowie alle Gastschülerinnen und Gastschüler gemeinsam mit uns eine Pizza im örtlichen Restaurant. Auch Roberto und Roberta vom Netzwerkreffen in Lissabon besuchten uns zum Abschluss. Eine rundum gelungene Abenteuer- und Bildungsreise ging vorerst zu Ende. Aber dies war erst der Start in neue Abenteuer.
Artikel aus der Region Lazio - Legambiente - Aufräumaktion am Strand von Capratica
Nachhaltigkeitsworkshop Erasmus+ Lehrerfortbildung in Lissabon Mai 2022
Joana Conde´s 6 R´s of Environmental Education - Reduce - Refuse - Reuse - Replace - Recycle - Rot - organisiert im Rahmen von PENG
Beach Litter activities in Cascais, Besuch eines veganen Restaurants, Anbau von Kresse in kleinen Stadtschulgärten, Upcycling von Pfandflaschen zu Bewässerungssystemen in Schulgärten, Entwicklung von 3D-Drucken in einer Schule in Belem, Besuch des Museums da Aqua, Stadtführung Lissabon, Workshops zur Erstellung von Bienenwachstüchern, Upcycling von Altkleidern, Kategorisierung von Müll, Recyclingmethoden im europäischen Vergleich kennenlernen, Bau von Komposthaufen etc.
BILANZ NACH EINEM JAHR
Wie Rasteder Schüler sich für Nachhaltigkeit und Europa stark machen
Text von Frank Jacob - Nordwest Zeitung, 01.01.2025:
Seit gut einem Jahr gibt es an der KGS Rastede eine Arbeitsgemeinschaft, in der Schüler sich für Nachhaltigkeit und Europa einsetzen. Was sie bisher erreicht haben und wofür sie einen Preis erhielten.
01.01.2025, 11:00 Uhr
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Begrüßung am Rasteder Bahnhof: Im Zuge eines Erasmus-Projektes der KGS Rastede besuchten Schüler aus Dänemark den Residenzort.
Privat
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Rastede - Sie setzen sich ein für Völkerverständigung und Nachhaltigkeit: die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft „Erasmus +“ an der Kooperativen Gesamtschule Rastede. Seit mittlerweile gut einem Jahr werden Umweltprojekte angegangen und erfolgreich umgesetzt, zum Beispiel in Italien und Dänemark. Die EU finanziert die Arbeit der AG mit.
„Die Schülerinnen und Schüler legen die Themen und Schwerpunkte fest“, sagt Lehrer Andreas Pätzold, der die AG mit seiner Kollegin Claudia Bünnemeyer leitet. „Stets arbeiten zwischen zehn und 18 Schüler an den Projekten“, sagt die Lehrerin. Die Jugendlichen kommen aus den Jahrgängen sieben bis zehn und aus allen drei Schulzweigen (Hauptschule, Realschule und Gymnasium).
Besuch aus Dänemark
Zuletzt konnten Gastschüler aus dem dänischen Ballerup, einem Vorort von Kopenhagen, in Rastede begrüßt werden. Es handelte sich um die Fortsetzung eines Umweltprojektes, das im Frühjahr in Dänemark begonnen hatte. Damals waren 16 Schüler mit Bus und Bahn nach Ballerup gereist, um über die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu sprechen.
„Gemeinsam mit den dänischen Schülern wurden nachhaltige Materialien produziert“, berichtet Pätzold. So seien Bienenwachstücher und Korkuntersetzer hergestellt worden. Außerdem seien Plastikflaschen upgecycelt worden und würden nun zur Bewässerung von Pflanzen im Schulgarten eingesetzt. Außerdem wurde Müll gesammelt.
Im Herbst 2023 hatten Schüler der AG „Erasmus +“, die sich zwischenzeitlich umbenannt hat in „#Europe-X-Change“ bereits in Italien Strände vom Unrat befreit. Die Dokumentation dieser Arbeit wurde seinerzeit dem italienischen Umweltministerium zur Auswertung zur Verfügung gestellt.
Preis gewonnen
Dieses Projekt wurde in diesem Jahr mit einem Nachhaltigkeitspreis beim Wettbewerb „#Planet Erde – Zukunftscamp für nachhaltige SchülerInnenprojekte“ ausgezeichnet. Stellvertretend für alle Schüler nahmen vier Jugendliche der KGS in Wolfsburg die Urkunde und eine besondere Anerkennung der Kultusministerin entgegen.
Ausgezeichnet wurden in diesem Zusammenhang auch die „Bienenfairsteher“ der KGS Rastede. In einer Schülerfirma und einer AG stellen sie seit einigen Jahren verschiedene Produkte her. Als Claudia Bünnemeyer die AG Anfang 2024 übernahm, entwickelte sie diese mit einem stärkeren Blick auf Nachhaltigkeit weiter. „In Eigenregie werden Honig, Produkte aus Wachs wie Kerzen und Bienenwachstücher und Produkte aus Honig wie Seifen und Lippenbalsam hergestellt“, sagt die Lehrerin. Überlegt werde, ob man weitere Verkaufsstände in Rastede anbieten könne, etwa in Altenheimen oder Kitas.
Weitere Presseartikel aus dem In- und Ausland, Webseiten der Partnerschulen, Infos zur Erasmusförderung
Blogeinträge für das Tag: Erasmus
Erasmus-Austausch geht weiter
(Europe-AG)
Nun sind sie da! Velkommen til Rastede. Godt du er her! Die dänischen Gastschülerinnen und Gastschüler sind angekommen. Schön, dass sie da sind! An einem wunderschönen sonnigen Sonntagabend durften wir sie nach fast zehnstündiger Fahrt mit dem …